Schule für Innere Wildnis: ökologische Intuition, beziehungsreiche Sprache und Erzählungen der Verbundenheit
Im Herbst 2025 habe ich im Nationalpark Hundsrück-Hochwald die „Schule für Innere Wildnis“ gegründet, die zu ökologischer Intuition, beziehungsreicher Sprache und Erzählungen der Verbundenheit arbeitet. Sie ist im Rahmen der akademischen Lehre mit dem Portal www.grüner-journalismus.de verknüpft und zudem Teil des Forschungs- und Entwicklungsprojektes „talking salmon“. Dort erforsche ich für die Hochschule Darmstadt zusammen mit der OsloMet University Geschichten über wandernde lachsartige Fische, die Mensch und Natur neu verbinden. Die Wanderfische sind Protagonisten der Verbundenheit, da sie seit Jahrtausenden ebenso Ökosysteme verbinden (Meer, Flüsse und Wälder) wie Menschen untereinander, u.a. in indigenen Gemeinschaften, die wir in Skandinavien und Kanada ethnografisch erforschen. Wir fragen im Projekt und den Kursen der „Schule für Innere Wildnis“, wie wir aus den beziehungsreichen Narrativen neue Erzählungen formen können, die u.a. die vermeintliche Mensch-Natur Grenze überwinden und ein neues Bewusstsein für und mit unserer Landschaft entstehen lassen können. Einblicke in diese Arbeit vor allem in Lappland sowie acht Jahre des Schreibens und Lebens über, in und mit Fluss und Wald vor Ort zu Hause habe ich im Buch „Die Wildnis in uns“ skizziert (Oekom 2/2026).