Ökologische Kommunikation, mediale Achtsamkeit und Spracherfahrung

dasumweltinstitut arbeitet in diesen Feldern:

  • Umweltjournalismus und Ökologische Kommunikation
  • Sprachseminare: räumliches Schreiben, Storytelling, Nature Writing
  • Mediale Achtsamkeit und Slow Media

Aktueller Schwerpunkt: Nature Writing

Wir experimentieren, d.h. schreiben, lehren und lernen selbst gerade mit und in der journalistisch-literarischen Form des nature writing. Darunter verstehen wir einen Vierklang aus umwelt- und wissenschaftsjournalistischer Beschreibung, poetischer Naturanschauung, essayistischer Reflexion und Narration bzw. Erzählungen.

Mit diesen  verschiedenen Ebenen bietet das in Deutschland wenig bekannte Genre neue Möglichkeiten, Natur präzise, empathisch und subjektiv zu beschreiben und sie so tiefgehend und ganzheitlich erfahrbar zu machen. Was in Zeiten von Klimawandel, Anthropozän und überschrittenen planetaren Grenzen nötiger ist denn je. Kein Kontext ist letztlich so relevant wie der permanente Erdzusammenhang, in dem wir stehen. Sich diesem schreibend neu zu nähern, ist deshalb ebenfalls nicht nur relevant sondern auch ein lustvolles, spannendes und mitunter befreiendes Unterfangen. Was wir rund um nature writing vorhaben und machen, erfahren Sie hier.

Wir schreiben aber nicht erst seit gestern über Natur und Landschaften: Hier finden Sie noch Archive (seit 1997) zu Naturreportagen, Wildtiertexten, Fischerei-Journalismus und sonstigem Umweltjournalismus.

AKTUELLES SEMINAR: Natur erschreiben: ein Erfahrungsseminar für Sprach- und Waldfreudige

  • Zeitraum: 10-11.5.2019
  • Ort: Darmstadt, Unterkunft wird selbst organisiert
  • Teilnahmebeitrag: 250 Euro
  • Anmeldung: torsten.schaefer@posteo.de

Tier- und Waldbeobachtungen unmittelbar in Sprache zu fassen, schafft einen emotionalen und direkt greifbaren Zugang zur belebten Natur. Neue Perspektiven auf die nahe Umwelt treten hervor, die ein Gewinn und eine Erweiterung zunächst für einen selbst sind. Das Ökosystem und seine Lebewesen werden stärker Teil der eigenen Empfindung und des Denkens; neue Nähe entsteht. Darüber hinaus schult das bewusste Sehen, Hören und Schreiben im Wald die eigene Achtsamkeit, Ausdrucksfähigkeit und Anbindung an Naturdiskurse, die verstärkt in Wissenschaft und Gesellschaft geführt werden.

Inhalte:

  • Einführung in die aktuelle Mensch-Natur-Debatte
  • Kurzvorträge zu Natur und Öffentlichkeit
  • Tiefenökologie
  • Techniken des kreativen und umweltjournalistischen Schreibens
  • nature writing als neue Form der Naturerfahrung
  • Lektüren von Textbeispielen
  • Grundlagen der Achtsamkeit: Beobachten und Zuhören, Achtsamkeit und Wald
  • Schreibphasen
  • gemeinsame Lesung und Debatte
  • Schreibmeditation: Die Übung folgt einer Technik des nature writing, des „deep mapping“. Wir wählen uns einen kleinen, begrenzten Bezugspunkt, etwa einen Baum, eine Pflanze, einen Stein oder ein sitzendes Tier, und versuchen unsere Gedanken möglichst ganz darauf zu konzentrieren: zunächst in völliger Absichtslosigkeit und Leere, dann mit der stillen Frage, was das Beobachtete mit uns macht, gedanklich auslöst, emotional erweckt. Im dritten Schritt versuchen wir, die Wahrnehmungen aufzuschreiben, in Stichpunkten, als Gedicht oder Fließtext. Danach sprechen wir über die Erfahrungen verbunden mit freiwilligen Lesungen. 

Prof. Dr. Torsten Schäfer lehrt Textproduktion an der Hochschule Darmstadt und beschäftigt sich seit 15 Jahren als Umweltjournalist und freier Autor beruflich mit Themen wie Wildtiere, Naturverbundenheit, Fischerei und Klimawandel. Mehr unter www.dasumweltinstitut.de

Weitere Links zur Arbeit, auch an der Hochschule:

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