Nature Writing

Nature Writing – eigene Ansätze

Von Torsten Schäfer

Begonnen hat das eigene Naturbeschreiben in der Jugend, angefangen bei Aufsätzen über ein akribisch geführtes Angeltagebuch bis hin zu den ersten, meist unveröffentlichten Landschaftsgedichten und Essays. Als Umweltjournalist habe ich dann vor allem über das geschrieben, was mich besonders interessierte: Wildtiere, Landschaften, Ökologie. Für taz, Süddeutsche Zeitung, dpa und ddp sowie später GEO, Merian.de oder FAZ entstanden und entstehen noch immer Hintergrundberichte und Reportagen (zu Lachs, Luchs, Biber, Mufflon, Wisenten, Wildpferden, Fledermäusen, Walen, Braunbären, Schollen u.v.m.) – auch teils subjektiver und in der Ich-Form.

Auf Grüner-Journalismus teste ich ab dem Sommer 2017 mit einer Serie verschiedene Zugänge auf das Genre nature writing, teils auch etwas mehr erzählerischer und öfter aus der Reiseperspektive; hier entsteht auch bald ein größeres Dossier zu nature writing als journalistisch-literarische Form. Auf dem privaten Blog Euroreporter habe ich seit 2008 immer wieder beschreibende und poetische wie auch lyrische Naturstücke verfasst und mache das bis heute. Daraus entstanden ist ein Buchprojekt, das ich aktuell verfolge und dafür immer wieder unterwegs bin, um zu draußen zu schreiben – vor allem im Gebiet des Geo-Naturparks Bergstraße-Odenwald, für den ich demnächst als Naturkolumnist „Geschichten von Sein und Stein“ in der Region sammeln werde.

Das Genre in der Lehre: Hochschule und Gymnasien

Ich baue Übungen zu nature writing aus der journalistischen Perspektive auch verstärkt in die Lehre an der Hochschule ein. Dann gehen wir raus, laufen, die Studierenden schwärmen aus und schreiben – es gibt verschiedene Übungen und kleine Impulse, die ich auch in Naturschreib-Seminaren mit Schülern einfließen lasse. Mit ihnen (etwa Lichtenberg-Gymnasium Darmstadt) bin ich gerne auf dem Internationalen Darmstädter Waldkunstpfad unterwegs, mit dem es auch eine lose Kooperation gibt; im August 2017 begleite ich etwa beim „Global Nomadic Art Project“ internationale Künstler als „associated writer“ und fange ein, wie diese in die heimische Natur eintauchen und mit ihr arbeiten.

2018 soll es an der Hochschule ein Porträt und Reportageseminar mit dem Titel „Waldmenschen“ geben, das größtenteils draußen stattfindet und Menschen vorstellt und erzählen lässt, die in klassischer oder ungewöhnlicher Weise mit Wald und der Darmstädter Region zu tun haben. Ich sammle bereits Charaktere hierfür.

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